VERBAND
Der Verband Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV) hat die Vermögensverwalter zu einer Umfrage eingeladen, um die tatsächlichen Kosten der Regulierung genauer zu erfassen. Die erhobenen Daten sollen seine Bemühungen gegenüber den Bundesbehörden unterstützen, eine Regulierung zu erreichen, die besser auf die Grösse und die finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Unternehmen abgestimmt ist.

Der VSV hat eine Umfrage unter Vermögensverwaltern lanciert, um die effektiven Kosten der Regulierung zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen seine politischen Bemühungen in Bern zugunsten einer verhältnismässigeren Aufsicht unterstützen.
Der VSV will sich in Bern gegen regulatorische Doppelspurigkeiten einsetzen und sich für eine effizientere, verhältnismässigere und risikobasierte Aufsicht starkmachen. Insbesondere möchte er der Arbeitsgruppe des Eidgenössischen Finanzdepartements konkrete Zahlen zu den Regulierungskosten vorlegen. Dies ist für unabhängige Vermögensverwalter von grosser Bedeutung, da es sich bei der überwiegenden Mehrheit um KMU handelt, die häufig mit einem unverhältnismässig hohen administrativen Aufwand konfrontiert sind.
Die Umfrage erfasst die regulatorisch bedingten Kosten der vergangenen zwei Jahre. Dazu gehören unter anderem Aufwendungen für die Aufsichtsorganisation, die FINMA, die Compliance und die Rechtsberatung. Der VSV bittet die Teilnehmenden um konkrete Zahlen statt um Schätzwerte. Damit will er den politischen Entscheidungsträgern die genauen Regulierungskosten pro Million verwalteter Vermögen und pro Kunde aufzeigen können.
Im Bewusstsein um die Sensibilität dieser Angaben garantiert der Verband die Anonymität der Antworten. Der Fragebogen erfasst weder Namen noch IP-Adressen. Jeder Teilnehmer identifiziert sich über einen selbst gewählten sechsstelligen Code. Im Schlussbericht werden die Ergebnisse nach Kategorien zusammengefasst, beispielsweise für Unternehmen mit verwalteten Vermögen zwischen 100 und 250 Millionen Franken. So soll sichergestellt werden, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen möglich sind. Weder die verwalteten Vermögen noch die Anzahl Mitarbeitenden der Teilnehmenden werden veröffentlicht.
Im Gegenzug erhalten die Teilnehmenden ein Benchmarking. Anhand ihres persönlichen Codes können sie im Bericht ihre eigenen Kosten mit jenen anderer Marktteilnehmer vergleichen.
Die Umfrage ist unter folgendem Link zugänglich: LINK